Sauna-Tipps

Richtiges Saunieren

Das Konzept der optimalen Erholung in der KissSalis Therme Bad Kissingen basiert auf vier Bausteinen: Bewegung, wechselwarme Anwendungen sowie körperliche und mentale Regeneration. Regelmäßige wechselwarme Anwendungen wirken sich in vielerlei Hinsicht positiv auf den menschlichen Organismus aus. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur wird der Stoffwechsel angeregt, das Immunsystem gestärkt, der Kreislauf angeregt und die Durchblutung gefördert.

Optimaler Effekt durch Saunagänge

Um einen optimalen Effekt durch Saunagänge zu erzielen, gilt es ein paar Grundregeln zu beachten:

Vor dem Saunagang:

  • Verbringen Sie Ihr Saunabad weder hungrig, noch mit vollem Magen. Damit Sie das Bad ungestört genießen können, sollten Sie zunächst die Toilette aufsuchen. Dann folgt die obligatorische Körperwäsche unter der Dusche.
  • Trocknen Sie sich vor Betreten der Sauna gut ab, denn was schon nass ist, kann schlecht schwitzen. Trockene Haut schwitzt schneller.
  • Ein warmes Fußbad vor der Sauna entspannt und fördert das Schwitzen.

In der Sauna:

  • In der Sauna legen Sie Ihr Liegetuch unter den ganzen Körper. Der Aufenthalt sollte kurz, die Wirkung aber intensiv sein. Schwitzen Sie deshalb auf der mittleren oder oberen Bank. Aber nicht länger als 15 Minuten. Verlassen Sie sich ruhig auf Ihr Gefühl. Vor allem Anfänger sollten die körperliche Belastung nicht überschätzen.
  • Liegend spüren Sie die Wärme angenehm gleichmäßig. Die letzten 2 Minuten sollten Sie jedoch sitzen, damit sich Ihr Kreislauf an die aufrechte Haltung gewöhnt und das Blut nicht plötzlich in die Beine sackt.

Nach der Sauna:

  • Die Abkühlphase beginnt an der frischen Luft. Gönnen Sie sich und Ihrem Körper den frischen Sauerstoff und gehen Sie mit ruhigen Schritten auf und ab.
  • Das Abgießen mit dem Kneippschlauch ist die schonendste Art der Abkühlung. Auch die Schwallbrause kühlt den Körper gut. Vor Benutzung der Kaltwassertauchbecken sollten Sie unbedingt den Schweiß abspülen. Bei Bluthochdruck sollten Sie die Tauchbecken meiden.
  • Im Anschluss an die Abkühlung schenkt Ihnen ein warmes Fußbad ein Wärme- und Wohlfühlgefühl von den Füßen bis zum Kopf.
  • Wiederholte Kaltwasseranwendungen trainieren Ihre Blutgefäße und erhöhen die Widerstandsfähigkeit Ihres Körpers.
  • Eine anschließende Ruhepause ist angenehm und fördert zusätzlich die Erholung.
  • Ein Saunagang ist die beste Vorbereitung auf eine Massage, Ihre Muskeln sind gelockert.
  • Der Kopf ist frei, Verspannungen lösen sich langsam, Ihr Körper fühlt sich rundum wohl. Und doch entfaltet sich die volle Wirkung meist erst nach weiteren zwei Saunagängen. Einfach noch einmal von vorn beginnen, Ihr Körper wird es Ihnen danken.
  • Mehr als drei Saunagänge vergrößern nachweislich nicht den gesundheitlichen Nutzen des Saunabades. Wichtiger als die Zahl der Saunagänge ist die Regelmäßigkeit der Saunanutzung.
Unser Leitfaden für genussvolles Saunieren

Sauna-ABC

A

Aufguss

Ist ein Erlebnis von einem „lauen Lüftchen bis hin zu einem heißem Wüstensturm“. Hierbei wird Wasser mit einer Schöpfkelle langsam über die heißen Steine gegossen, das Wasser verdampft und so erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in der Sauna. Durch Zusätze von ätherischen Ölen und Duftstoffen riecht die Sauna beim Aufguss sehr angenehm und wird so ein Abenteuer der Sinne. Der erste Aufguss findet bei uns um 10.30 Uhr statt, der zweite um 11.45 Uhr und dann immer stündlich.

Abkühlen

Die Abkühlphase beginnt an der frischen Luft. Kühle Außenluft ist für die Abkühlung der Atemwege wichtig. Gönnen Sie sich und Ihrem Körper den frischen Sauerstoff und gehen Sie mit ruhigen Schritten eine Runde durch den Saunagarten. Stehen bleiben ist ungünstig für Ihren Kreislauf. Erst danach mit einem Kneippschlauch abgießen oder unter der Schwallbrause abkühlen. Wenn Sie das Tauchbecken benutzen, sollte vorher unbedingt der Schweiß abgespült werden.

Alkohol

Von Alkohol in der Sauna ist abzuraten, warum? Beim Verzehr von Alkohol werden die Blutgefäße erweitert und das ist in der Sauna ohnehin schon der Fall. Die Folge: Das Herz muss erheblich mehr leisten, um den ganzen Körper mit Blut zu versorgen als unter normalen Umständen. Im Ernstfall drohen dadurch Kreislaufzusammenbrüche oder andere Unfälle. 

B

Brille

Für Brillen gibt es vor der Sauna Ablagen, sollte man ohne Brille nicht sehen, dann daran denken, dass die Brille nach Betreten der Sauna beschlägt. Eine gute Alternative wären Kontaktlinsen. Durch mehrfaches Augenzwinkern kann man sehr leicht die Bindehaut im Auge feucht halten.

Badeschuhe

Wir empfehlen Ihnen das Tragen von Badeschuhen im Saunabereich, denn so vermeiden Sie die Rutschgefahr, die Gefahr der Fußpilzansteckung und außerdem bleibt die Fußwärme erhalten. Unsere Saunen werden ohne Badeschuhe betreten. Warum? Da viele Saunaräume nur gedämpft beleuchtet sind, werden sie als Unfallrisiko für die von der Bank herabsteigenden Gäste angesehen. 

C

Caldarium

Das Caldarium ist ein Warmluftraum aus beheiztem Stein mit Temperaturen von 40 bis 50 Grad und einer Luftfeuchtigkeit um die 60 bis 70 %. Der leichte Dampf wird mit ätherischen Ölen angereichert und wirkt je nach Duft beruhigend oder erfrischend. Nach zwei bis drei Schwitzgängen á 10 bis 20 Minuten wird die Haut glatter, Muskeln und Gelenke werden wunderbar gelockert. 

D

Dampfbad

Die Temperatur vom Dampfbad ist wesentlich geringer als in der Sauna, dafür ist die Luftfeuchtigkeit um einiges höher. Sie liegt bei 100%. Dies ist gut für die Haut, die feuchte Wärme fördert die Durchblutung, reinigt die Poren und belebt die Haut, ohne sie durch Hitze zu belasten. Die Temperatur liegt im Dampfbad bei 45 bis 60 Grad, diese sorgt für ein angenehmes Wohlbefinden und ist somit sehr kreislaufschonend. 

E

Eiswürfel

Das Abreiben mit Eiswürfeln während des Saunaganges ist ein Fehler, der leider viel zu oft von Saunagästen gemacht wird. Denn beim Abreiben mit Eis ziehen sich die Blutgefäße zusammen, das Schwitzen wird beeinträchtigt und die Saunawärme wird oftmals deutlich heißer wahrgenommen als sie eigentlich ist. Empfehlenswert ist es nach dem Saunagang, die Eiswürfel als zusätzliches Mittel zur Abkühlung zu benutzen. 

F

Fußbad

Ein warmes Fußbad vor dem Schwitzen entspannt zusätzlich und fördert das Schwitzen. Nach dem Saunieren und der Kaltwasserabkühlung sollten Sie ein warmes Fußbad anschließen. Das etwa 40 Grad warme Wasser wird höchstens knöchelhoch eingelassen. Durch das Fußbad öffnen sich die durch den vorherigen Kältereiz zusammengezogenen Blutgefäße in der Haut rasch wieder. So wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich das noch leicht erhöhte Temperaturniveau im Körperkern ausgleichen kann. Wichtig ist das warme Fußbad auch nach dem letzten Saunagang, denn dadurch vermeiden Sie starkes nachschwitzen. 

G

Geselligkeit

Der Grund vieler Menschen eine Sauna zu besuchen ist die Geselligkeit. Man trifft bekannte Leute oder lernt neue kennen und tauscht sich aus. 

H

Hunger

Vor dem Saunieren sollte auf ein opulentes Mahl verzichtet werden, der Körper und der Kreislauf sollten nicht durch die Verdauungsarbeit belastet werden. Hungrig Saunieren sollten Sie auch nicht, da dies ebenso zu Unwohlsein und Kreislaufproblemen führen kann. 

Handtuch

Das Saunatuch sollte so groß sein, dass Ihr kompletter und ausgestreckter Körper auf dem Handtuch liegt. Kein Schweiß auf Holz! Niemand möchte schließlich auf schweißnassen Saunabänken sitzen. 

I

Intimität

Wegen der besonderen Situation des Nacktbereiches ist korrektes Verhalten der Saunagäste unabdingbar. Vermeiden Sie Situationen, die falsch interpretiert werden können. 

J

Januar bis Dezember

Besonders in den kalten Wintermonaten sind die Saunakabinen gut gefüllt. Nicht nur, weil sich der Mensch nach Wärme sehnt, sondern auch, weil viele glauben, dass Saunieren hauptsächlich vor Erkältungen schützt. Die Wärme der Sauna ist zudem völlig anders als die Sommerwärme. Sie hat durch die geringere Luftfeuchtigkeit das angenehmere Klima, ist ein gutes Hitzetraining für Urlaubsreisen, bietet zusätzlich einen besonderen Frische- und Energiekick und Abkühlung und Wechselreize und schützt vor einer Sommergrippe. 

K

Kneippschlauch

Er ist ein Teil der möglichen Kaltwasseranwendungen. Mit einem etwa 2-3 Meter langen Gummischlauch wird ein Kaltwasserguss mit einem kalten Wasserstrahl durchgeführt. Wichtig beim Abkühlen mit dem Kneippschlauch ist es, Herz fern zu beginnen. Zunächst von den Füßen zur Hüfte, hinten und vorne, dann von den Händen bis zum Oberkörper, anschließend der Oberkörper vorne und hinten und am Schluss der Kopf. Auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung ist zu achten. 

L

Länge des Saunagangs

Acht bis 15 Minuten im Schwitzraum reichen völlig aus. Verlassen Sie sich vor allem auf Ihr Körpergefühl und weniger auf die Uhr. Die letzten zwei Minuten sollten Sie sich aufsetzen, um den Kreislauf an die aufrechte Haltung zu gewöhnen. Verlieren Sie nicht die Geduld beim Schwitzen. Das Schwitzen übt sich und die Schweißmenge nimmt nach mehreren Saunabädern zu. 

N

Nacktheit

Nackt wie Gott uns schuf ist bei uns das Motto, denn die Haut kann sonst nicht gleichmäßig schwitzen und das Ablaufen des Schweißes ist ebenfalls nicht gegeben. Hierdurch können außerdem hygienische Probleme auftreten. Und andere Saunagänger würden sich gestört fühlen, wenn Sie mit einer Badehose oder Bikini in die Sauna gehen. 

P

Pausieren

Ein richtig dosiertes Saunabad bedeutet keine Anstrengung für den Körper. Aus diesem Grund ist es eigentlich auch nicht nötig, eine längere Ruhepause einzulegen. Allerdings empfinden viele Menschen eine anschließende kleine Ruhepause als angenehm und entspannend. Folgen Sie auch hier einfach ihrem Körpergefühl. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Füße in der Zeit nicht kalt werden. 

R

Ruhe

Ruhe in der Sauna ist ein großes Thema. Gespräche sind zwar nicht grundsätzlich verboten, doch niemanden interessiert Klatsch und Tratsch über fremde Leute. Wenn Sie Gespräche führen, dann bitte nur sehr leise und über unverfängliche Themen, die keine Konflikte provozieren. Tabu sind Gespräche allerdings in ausgewiesenen Ruhesaunen und Ruheräumen — hier stehen Entspannung und Erholung für Körper und Geist im Mittelpunkt. 

S

Sanarium

Ein Sanarium ist die Mischung aus einer finnischen Sauna und einem Dampfbad. Die Temperaturen liegen zwischen 45 bis 60 Grad und die relative Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 50 %. Oft kombiniert man das Sanarium mit ätherischen Ölen und Farblichtern. So soll etwa rotes Licht die Durchblutung anregen, gelbes Licht wirkt stimmungserhellend, grünes inspirierend und blaues Farblicht soll beruhigen und bei Schlaflosigkeit seine positive Wirkung zeigen. Das Sanarium ist gut geeignet für Saunaeinsteiger und alle, denen die finnische Sauna zu heiß oder die Luftfeuchtigkeit im Dampfbad zu hoch ist. Zudem ist es sehr Kreislauf schonend. 

T

Tauchbecken

Sich direkt nach dem Schwitzen ins Tauchbecken zu begeben, ist nicht nur unhygienisch, sondern auch gefährlich. Ihr Kreislauf wird so abrupt geschockt und es kann zu Schwindel und Kreislaufproblemen kommen. Also grundsätzlich gilt vor dem Betreten der Becken: vorher kalt oder lauwarm abduschen! Damit die anderen Gäste nicht in Ihrem Schweiß schwimmen müssen. 

Trinken

Beim Saunieren verliert der Körper viel Flüssigkeit (bis zu 2 Liter). Bei Durstgefühl sollten Sie trinken (Wasser und Fruchtgetränke…). Das hält den Kreislauf stabiler. Wer den Entschlackungseffekt haben möchte, darf erst nach dem Saunieren trinken. 

U

Uhren, Schmuck

Sollten wenn möglich abgelegt werden und nicht in die Sauna mitgenommen werden. Der Schmuck wird in der Sauna sehr heiß. Wenn es nicht ohne geht, dann achten Sie bitte darauf, dass der Gegenstand von Beginn an auf der Haut liegt. 

V

Vorbereitungen

Alles, was nicht in der Sauna benötigt wird, verschließen Sie bitte in Ihrem Schrank. (Wertsachen in die Wertschließfächer am Eingang einschließen). Handy und Fotoapparat sind in der Sauna absolut tabu! Zuerst ab auf die Toilette, danach unbedingt gründlich Duschen. Das Duschen dient nicht nur der allgemeinen Hygiene, sondern es werden hierbei auch Kosmetika und Körperfett (Sonnencreme, Bodylotion) von der Haut entfernt. Denn durch den Fettfilm und der Kosmetik auf der Haut kann diese nicht richtig schwitzen. Trocknen sie sich danach gut ab, denn trockene Haut schwitzt schneller. 

W

Was gehört in meine Saunatasche?

1 Saunatuch (dieses sollte groß genug sein, ca. 2 m lang, um den Schweiß gut aufzunehmen); 2 weitere Handtücher zum Abtrocknen zwischen den Durchgängen; 1 Bademantel; Badeschuhe; Shampoo, Duschgel; Körpercreme; Lesestoff und dicke Socken. 

Warum und wofür ist das Saunabaden gut?

  • Zur Abhärtung ( Steigerung der Abwehr gegen Infekte)
  • Zur Hautreinigung und Anregung der Zellbildung ( Hautpflege)
  • Zur Entspannung von Psyche und Muskulatur
  • Zum Funktionstraining für die Anpassung von Blutdruck und Blutverteilung
  • Zur Verbesserung von der Durchblutung der Haut und der Schleimhäute der Atemwege
  • Ist ein mildes Herz- Kreislauf- Training 

Z

Zeit

Mindestens 2,5 bis 3 Stunden Zeit sollten Sie für das Saunieren einplanen. Denn das Saunieren soll entspannen.

Zahl der Saunagänge

Ein vollständiges Saunabad besteht aus drei Saunagängen. Weitere Saunagänge vergrößern nachweislich nicht den gesundheitlichen Nutzen. Bei mehrmaligem Saunabesuch in einer Woche genügt es sogar, nur zwei Saunagänge durchzuführen. Wichtiger als die Zahl der Saunagänge ist die Regelmäßigkeit der Saunanutzung. Etliche der gesundheitlich relevanten Saunawirkungen brauchen nach acht bis zehn Tagen eine Auffrischung. Wer also die Sauna zur Abhärtung besucht und seine Abwehrkräfte stärken möchte, sollte wöchentlich Saunabaden.